Offenstallwissen

Offenstallwissen

​​​​​Erste Erfahrungen mit Grünkompost als Einstreu

Veterinäramt Hannover fördert Offenstallhaltung

​Veröffentlicht am ​​​​18.​​4.201​​​3

Mitte Dezember 2012 haben wir einen Unterstand im Offenstall mit Kompost als Einstreu ausgestattet. Um erst einmal auf Nummer sicher zu gehen, haben wir diesen Kompost von Frau Sölter (www.terrcheval.de) bezogen.

Die ersten Erfahrungen sind sehr gut. Die Pferde nehmen es gerne an. Der Arbeitsaufwand ist gering. Es riecht angenehm und man hat ein „gutes Gefühl“.


Anfangs haben wir 20-30cm Kompost eingebracht. Es werden täglich die Pferdeäppel abgelesen, der Urin versickert ziemlich geruchlos. Es gibt kein Ammoniakgeruch. Es wird vom Kompost quasi „geschluckt“ (die Bodenlebewesen wandeln den Harnstoff um). Seit Anfang Februar streuen wir alle 2-3 Wochen eine Hoftruckschaufel nach.


Ich kann noch nicht sagen, wann man den Kompost komplett austauschen sollte. Nach inzwischen fast 4 Monaten kann ich noch keinen Qualitätsverlust feststellen. Einziger Nachteil ist aus meiner Sicht, dass der Kompost ab -5 bis -10 Grad ziemlich hart wird. Die Pferde im Offenstall haben ihn trotzdem zum Liegen angenommen. Er wird auch nicht so unangenehm hart, wie zum Beispiel normale Erde. Trotzdem müsste man für eine halbwegs weiche Liegefläche in der harten Frostzeit zum Beispiel Späne überstreuen. Dieses funktioniert auch sehr gut. Die Späne werden nicht so verweht, wie wenn man sie als alleiniges Einstreumaterial verwendet.

Grünkompost Einstreu
Grünkompost Einstreu
Grünkompost Einstreu

Was für ein Kompost soll es sein?

Wenn man in der Nähe von Solingen wohnt, ist der Bezug über „Terrcheval“ am einfachsten. Frau Sölter macht eine sehr nette Beratung und man kann dann sicher sein, das „Richtige“ zu bekommen. Wohnt man mit seinem Offenstall jedoch an einer anderen Ecke von Deutschland, dann macht man sich schon Gedanken, wie man die hohen Transportkosten einsparen könnte. Schließlich gibt es an jeder zweiten Ecke Kompostieranlagen.


Es sollte so genannter Grünkompost sein, das bedeutet, dass das Ausgangsmaterial ausschließlich aus Abfällen vom Garten- und Landschaftsbau besteht (Äste, Zweige, etc.). Im normalen Kompost findet man zusätzlich die Abfälle aus den Biotonnen, es können die verschiedensten Abfälle aus der Nahrungsmittelindustrie sein oder auch zum Beispiel Feuerlöschpulver (findet sich alles in der Liste der erlaubten Ausgangsstoffe bei dem Gütesiegel RAL-GZ-251). Vor giftigen Gehölzen braucht man keine Bedenken haben. Während des Kompostiervorganges werden Temperaturen über 60 Grad erreicht. Die verschiedenen Pflanzengifte werden dabei abgebaut. Zudem habe ich bei uns im Offenstall noch kein Pferd auch nur ansatzweise beim „Probieren“ gesehen. Es wird offensichtlich sofort als „nicht fressbar“ eingestuft.


Man unterscheidet Frischkompost und Fertigkompost. Die Ausgangsstoffe durchlaufen zunächst die „Intensivrotte“. Diese dauert in den Kompostwerken bei idealen „Kompostbedingungen“ meist 10-14 Tage. Das Ergebnis ist der sogenannte Frischkompost. Danach erfolgt für 8-12 Wochen die Nachrotte, wodurch dann der sogenannte Fertigkompost entsteht.


Terrcheval bietet Frischkompost an. Die Theorie ist, dass in diesem „unfertigen“ Kompost noch eine höhere Aktivität ist und der Harnstoff somit besser von den Bodenlebewesen umgewandelt werden kann. Das leuchtet mir durchaus ein. Da man sich jedoch aus Kostengründen eine größere Menge Kompost bestellt und diesen dann draußen unter einem Vlies lagert, hat man ohnehin nach ein paar Wochen Lagerzeit keinen Frischkompost mehr. Ich vermute daher, dass auch der Fertigkompost als Einstreumaterial im Offenstall geeignet ist.


Fazit: Ich halte Grünkompost für eine sehr gute Alternative als Einstreumaterial in Offenställen. Wir werden ihn zukünftig in mehreren Liegebereichen verwenden. 


​​​​​Erste Erfahrungen mit Grünkompost als Einstreu

Veterinäramt Hannover fördert Offenstallhaltung

​Veröffentlicht am ​​​​18.​​4.201​​​3

Mitte Dezember 2012 haben wir einen Unterstand im Offenstall mit Kompost als Einstreu ausgestattet. Um erst einmal auf Nummer sicher zu gehen, haben wir diesen Kompost von Frau Sölter (www.terrcheval.de) bezogen.

Die ersten Erfahrungen sind sehr gut. Die Pferde nehmen es gerne an. Der Arbeitsaufwand ist gering. Es riecht angenehm und man hat ein „gutes Gefühl“.


Anfangs haben wir 20-30cm Kompost eingebracht. Es werden täglich die Pferdeäppel abgelesen, der Urin versickert ziemlich geruchlos. Es gibt kein Ammoniakgeruch. Es wird vom Kompost quasi „geschluckt“ (die Bodenlebewesen wandeln den Harnstoff um). Seit Anfang Februar streuen wir alle 2-3 Wochen eine Hoftruckschaufel nach.


Ich kann noch nicht sagen, wann man den Kompost komplett austauschen sollte. Nach inzwischen fast 4 Monaten kann ich noch keinen Qualitätsverlust feststellen. Einziger Nachteil ist aus meiner Sicht, dass der Kompost ab -5 bis -10 Grad ziemlich hart wird. Die Pferde im Offenstall haben ihn trotzdem zum Liegen angenommen. Er wird auch nicht so unangenehm hart, wie zum Beispiel normale Erde. Trotzdem müsste man für eine halbwegs weiche Liegefläche in der harten Frostzeit zum Beispiel Späne überstreuen. Dieses funktioniert auch sehr gut. Die Späne werden nicht so verweht, wie wenn man sie als alleiniges Einstreumaterial verwendet.

Grünkompost Einstreu
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Was für ein Kompost soll es sein?

Wenn man in der Nähe von Solingen wohnt, ist der Bezug über „Terrcheval“ am einfachsten. Frau Sölter macht eine sehr nette Beratung und man kann dann sicher sein, das „Richtige“ zu bekommen. Wohnt man mit seinem Offenstall jedoch an einer anderen Ecke von Deutschland, dann macht man sich schon Gedanken, wie man die hohen Transportkosten einsparen könnte. Schließlich gibt es an jeder zweiten Ecke Kompostieranlagen.


Es sollte so genannter Grünkompost sein, das bedeutet, dass das Ausgangsmaterial ausschließlich aus Abfällen vom Garten- und Landschaftsbau besteht (Äste, Zweige, etc.). Im normalen Kompost findet man zusätzlich die Abfälle aus den Biotonnen, es können die verschiedensten Abfälle aus der Nahrungsmittelindustrie sein oder auch zum Beispiel Feuerlöschpulver (findet sich alles in der Liste der erlaubten Ausgangsstoffe bei dem Gütesiegel RAL-GZ-251). Vor giftigen Gehölzen braucht man keine Bedenken haben. Während des Kompostiervorganges werden Temperaturen über 60 Grad erreicht. Die verschiedenen Pflanzengifte werden dabei abgebaut. Zudem habe ich bei uns im Offenstall noch kein Pferd auch nur ansatzweise beim „Probieren“ gesehen. Es wird offensichtlich sofort als „nicht fressbar“ eingestuft.


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Dr. Tanja Romanazzi

Wallrodaer Str. 13

01900 Großröhrsdorf

​T. 035952 28098

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