Offenstallwissen

Offenstallwissen

​​​​​Bessere Weidequalität durch intensive aber kurze Beweidung

Veterinäramt Hannover fördert Offenstallhaltung

​Veröffentlicht am ​​​​12.​​8.201​7

Vor einiger Zeit bin ich bei Youtube über ein Video von Allan Savory gestolpert „How to green the world’s deserts and reverse climate change“ (sehr sehenswert). Darin beschreibt und zeigt er, wie eine richtige Beweidung die fortschreitende Wüstenbildung verhindern kann.


In der ursprünglichen Natur zogen große Herden von Weidetieren über das Land. Sie blieben wegen der Raubtiere meistens dicht zusammen. So wurden die Grasflächen für eine sehr kurze Zeit intensiv beweidet. Die Tiere fraßen Gras und zertrampelten auch eine größere Menge. Zudem ließen sie Kot und Urin da und zogen dann weiter.

Was bedeutet es für das Grünland?

Das Gras wird abgefressen und veraltet daher nicht. Da es nur einmalig abgefressen wird und danach eine längere Ruhephase hat, kann es über die gespeicherten Reserven in den Wurzeln zügig wieder austreiben. Zudem wird die Erde mit dem zertrampelten Gras, Kot und Urin bedeckt und gedüngt.


Im Folgenden sieht man zwei Ausschnitte aus dem Video von Allan Savory, die diesen Effekt zeigen. Im Bild 1 eine Fläche nach dem Durchziehen einer Viehherde und im zweiten Bild dann den nächsten frischen Aufwuchs.

Wüste begrünen
Wüste begrünen

In dem oben genannten Video zeigt Allan Savory sehr beeindruckende Beispiele, wie vollkommen trockene und verwüstete Landschaften nur durch eine geplante ganzheitliche Beweidung wieder vollständig begrünt wurden. Hier ein Beispiel aus dem Video:

Wüste begrünen
Wüste begrünen

Aber was hat dieser Ansatz denn überhaupt mit der Pferdehaltung in Deutschland zu tun? Schließlich ist die Gefahr der Wüstenbildung hier ziemlich gering. Durch unsere hohen Niederschlagsmengen bleiben eigentlich alle Flächen grün.

Was bedeutet es für unsere Weidehaltung?

Es reicht leider nicht, dass die Weiden irgendwie grün bleiben. Sowohl für die Pferde als auch für die restliche Natur wünschen wir uns eine gute Weidequalität. Dazu gehört eine möglichst große Gräservielfalt und der Besatz mit Kräutern und Blühpflanzen Und wir wünschen uns Flächen mit einem gesunden Boden, der Wasser aufnehmen und speichern kann.

Aktuelle Zustände

​In der Regel sieht es jedoch leider ganz anders aus. Die Weiden werden viel zu lange genutzt. Dieses führt dazu, dass die beliebten Gräser immer wieder tief verbissen werden und kaum Wachstum erkennbar ist. Die Grasnarbe wird durch Trittschäden auf dem kurzen Gras geschädigt und unerwünschte Pflanzen breiten sich aus. Zudem findet der Weißklee ideale Bedingungen (keine Beschattung durch lange Gräser, viel Licht, wenig Konkurrenz) und nimmt überhand. Da die Wurzeln unter der Erde sich gemäß des Bewuchses bilden, ist die Wurzelmasse gering. Zusammen mit der ständigen Belastung durch Pferdehufe verdichtet sich der Boden immer mehr und kann daher schlechter Wasser aufnehmen und speichern.

Wichtige Zusammenhänge

Folgende Zusammenhänge sind aus meiner Sicht auch für unsere Pferdehaltung wichtig:

Voisin

Gräser haben bestimmte Wachstumskurven. Wenn sie gemäht oder abgefressen werden, wachsen sie die ersten 10 Tage langsam, dann beschleunigt sich das Wachstum deutlich, die Gräser nutzen die Sonnenenergie optimal aus und können auch Reserven in den Wurzeln aufbauen. Dann verholzen die Gräser zunehmend und das Wachstum verlangsamt sich wieder deutlich. (Diagramm aus dem Buch Grass Productivity von André Voisin)

Wird ein Grashalm abgefressen, so kann er aus seinen Reserven relativ schnell wieder nachwachsen. Wird er dann jedoch sofort wieder abgefressen, konnte er noch keine neuen Reserven aufbauen und wird relativ lange benötigen, bis er wieder zu optimalem Wachstum kommt. Es wäre also wichtig, das erneute Abfressen zu verhindern (und somit vorher bereits die Weide zu wechseln). Nach den Arbeiten von Voisin sollte für ein optimales Ergebnis das Gras nicht tiefer als bis zu 15 cm abgefressen werden.

  • Überweidung entsteht nicht durch zuviele Pferde pro Fläche, sondern durch zu lange Weidezeiten auf einer Fläche.
  • ​Intensive aber nur kurze Beweidung führt zu einem schnelleren Aufwuchs und insgesamt mehr Blattmasse.
  • Intensive aber kurze Beweidung führt zudem zu einem gesünderen Boden (höherer Humusgehalt, bessere Wasser-Aufnahmefähigkeit) und damit auch zu einer größeren Pflanzenvielfalt.

Die Theorie hört sich gut an, aber wie kann man so etwas praktisch umsetzen? Die meisten Pferdehalter haben zu wenig Fläche. Und zudem möchte man natürlich auch den Pferden ausreichend Platz zum Rennen und Spielen zur Verfügung stellen. Mini-Weidepazellen, auf denen dann eine dicht gedrängte Pferdeherde steht, hören sich nicht artgerecht an. Wie kann man also einen guten Kompromiss finden?

Wie kann das praktisch aussehen?

Wenn die Pferde in einem Offenstall leben, der mit langen Laufwegen gestaltet ist (Paddock Trail), so haben sie auch ohne Weideflächen viel Bewegungsmöglichkeiten. Man kann daher auch die Weide nur in sehr kleinen Abschnitten freigeben und dazu zeitweise in den Trail integrieren.

Weidemanagement Offenstall

Man hat dazu an den Längsseiten sehr viele Tore (z.B. einfache Seiltore, in der Zeichnung orange gekennzeichnet) und zwei flexible Zäune, um jeweils einen Streifen abzutrennen. Dieser Streifen kann von den Pferden eine begrenzte Zeit genutzt werden (abhängig von der Anzahl der Pferde und der Größe des Streifens) bis die Gräser auf 10-15 cm abgefressen sind. Danach wird der Zaun umgesteckt und die nächsten Tore geöffnet. Wichtig sind die Tore auf beiden Seiten, damit keine enge Sackgasse entsteht.

(Diese Idee stammt von Marja van Run. Ihren wunderschönen Paddock Trail für ihre Isländer kann man in diesem Video auf Youtube ansehen).


Um den Pferden trotzdem auch ein Toben auf einer größeren Weide zu ermöglichen, ist es aus meiner Sicht schön, wenn man nur einen Teil seiner Weidefläche auf diese sehr schonende Art einsetzt und andere Flächen für die Pferde etwas intensiver nutzen kann. Im folgenden Bild sehen sie ein Beispiel von einer Paddock Trail Anlage, bei der beides berücksichtigt wird.

Weidemanagement Offenstall

Oft wird die Frage gestellt, wie lange denn die einzelnen Flächen sich wieder erholen müssen, bevor sie erneut beweidet werden können. Diese Frage kann man nicht mit einer Zeitangabe beantworten, da die Wachstumsgeschwindigkeit vom Gras sehr stark abhängt von der Jahreszeit (im Frühjahr doppelt so schnell wie im Spätsommer) und vom Wetter und der Art der Düngung. Die Weiden können wieder genutzt werden, wenn das Gras ausreichend nachgewachsen ist.


(Wer sich mit diesem Thema und auch mit dem Einfluss auf den Klimawandel durch eine ganzheitliche Beweidung intensiver beschäftigen möchte, dem empfehle ich den Artikel von Christoph Becker.  Hier wird das Thema sehr ausführlich vorgestellt und auch auf viele Literaturquellen verwiesen und natürlich das Buch Grass Productivity von André Voisin).

Zu diesem Artikel gab es mehrere interessante Kommentare von Lesern:


Verena Eiwen:

Freut mich sehr das sich auch andere Stallbesitzer mit Allan Savory beschäftigen. Ich hab vor kurzem auch sein Buch bekommen. Die Idee mit der Koppelgstaltung finde ich sehr gut, ich überlege schon seit geraumer Zeit wie man das mit Pferden umsetzen kann ohne eine erhöhte Verletzungsgefahr zu provozieren. Das scheint mir ein gangbarer Weg zu sein.


Tanja Romanazzi :

Danke für den netten Kommentar.


Christoph Becker:

Schön, dass auch in Sachen Pferdehaltung in Deutschland über rationales Weidemanagement nachdenkt. Es tut schon weh zu sehen, wie viele Pferdehalter hier in meiner Gegend (Eifel) ihre Weiden nutzen.
Zum Thema Weidemanagment ebenfalls interessant könnte u.a. auch https://www.freizahn.de/2016/09/was-wuerde-der-alte-deutsche-weidepapst-sagen/ . Prof. Ernst Klapp (der alte deutsche Weidpapst), aus dessen Buch „Wiesen und Weiden“ ich dort einige Versuchsergebnisse wiedergegeben habe, war gut mit André Voisin bekannt und Voisin hat in seinem Buch sogar einiges über das von Prof. Klapp geführte Versuchsgut Rengen geschrieben.


Interessant ist ferner vielleicht https://www.freizahn.de/2017/06/abschlussvortrag-der-grass-feed-exchange-2016/ , wo hauptsächlich ein wissenschaftlich begleiteter Versuch auf einem 400 ha großen Betrieb gezeigt wird. Wenn man mit Pferden ähnliche Ergebnisse erzielen könnte, könnte man damit vielleicht einige Punkte bei Naturschützern, Imkern und Jägern sammeln.


Und dann https://www.freizahn.de/2017/05/bodenerosion-durch-starkregen-in-weinbergen/ wo auch ein kurz davor geschriebener Artikel über Starkregen verlinkt ist. Ich erwähne das hier, es vielleicht interessant sein könnte auch Pferdehaltung als Schutzmaßnahme gegen Starkregenereignisse zu „verkaufen“.


Schließlich, ist da noch das Thema Heufütterung. Die Wildpferde in Europa und in Nordamerika hat, genauso wie die Bisons und Wisents, niemand mit Heu gefüttert. Von daher könnte auch für Pferdehalter das Buch „Kick the Hay Habit“ vom Jim Gerrish von Interesse sein. Auf Youtube findet man zu dem Thema einiges wenn man mit „stockpile grazing“ oder mit „jim gerrish hay“ sucht. Ich kann mir vorstellen, dass man die Kosten der Pferdehaltung deutlich senken kann, wenn sich mit dieser zusätzlichen möglichkeit des Weidemanagments befasst.


Was mir dazu gerade auch noch einfällt, ist, dass man vielleicht auch mit per Direktsaat in die Wiesen eingesätem Getreide als Kraftfutter experimentieren könnte. Der Australier Collin Seis ( http://www.pasturecropping.com/) hat eine Pasture Cropping genannte Methode entwickelt, bei der auf Weiden auch Getreide angebaut wird.Das wurde zwar für australische Verhältnisse entwickelt, aber vielleicht kann man daraus eine für die Pferdehaltung in Deutschland interessante Methode ableiten.

Last but not least, möchte ich, weil das Publikum hier Pferdehalter sind, auf https://www.freizahn.de/2017/05/energietrend-in-deutschland-seit-1990/ und die darin verlinkten anderen Artikel zur Energieproblemantik hinweisen.


Ich halte es für sehr wahrscheinlich bis kaum vermeidbar, dass Pferde in nicht zu ferner Zukunft wieder als Zugmaschine und Fortbewegungsmittel die Rolle spielen werden, die sie vor 200 Jahren hatten.
Es gibt dazu mit der „World Made by Hand“ Reihe von James H. Kunstler auch einige interessante Romane, die allerdings hauptsächlich im nördlichen US-Bundesstaat New York spielen. Die Industriegesellschaft ist kollabiert. Strom und Benzin gibt es so gut wie nicht mehr und Pferde sind als Zugmaschine in der Landwirtschaft und für den Landtransport von Personen und Sachen das wichtigste Mittel. Kunstlers Prognose für Europa:
https://www.freizahn.de/2017/04/die-grosse-schrumpfung-interview-mit-j-h-kunstler/


Tanja Romanazzi :

Danke für den netten Kommentar.

Vielen Dank für den interessanten und ausführlichen Kommentar und auch für die weiteren Literaturquellen. Das werde ich mir auf jeden Fall in Ruhe ansehen. Viele Grüße


Katrin Bockstette:

Hallo liebe Tanja,

Interessant, dass Du gerade jetzt über dieses Thema schreibst. Wir haben uns in diesem Jahr auch damit beschäftigt und erstmalig die Weiden deutlich kürzer genutzt als sonst.
Wir haben 2,5 ha Fläche für 3 Pferde zur Verfügung.
Aufgeteilt in 3 große Weiden und 2 kleinere, sowie Trail und Paddockbereich.
Normalerweise haben wir das Gras recht kurz fressen lassen, da wir den anderen Weiden ausreichend Zeit zum erholen geben wollten.
Folge war jedoch, dass das Gras arg gelitten hat und es lange gedauert hat, bis es wieder wirklich gut nachgewachsen war und es „abständig“ genug war, um die Pferde darauf weiden zu lassen.

Dieses Jahr haben wir das Gras bis maximal 10-15 cm abweiden lassen und dann die Weide gewechselt.
Und siehe da: Das Gras erholt sich viel schneller und wächst besser nach und ist auch entsprechend schneller wieder abständig genug, damit die Pferde es beweiden können.

In Reiterkreisen werde ich gerne ausgelacht, weil oft geglaubt wird, dass das Gras doch irgendwann umfällt und gammelt.
Tatsächlich habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass dies nicht der Fall ist, wenn genügend Untergräser und Kräuter vorhanden sind. Selbst lange und starke REgenfälle führen nicht dazu, dass das lange und abständige Gras umfällt.
Die Pferde danken es mit guter Gesundheit, dass sie nur wenig frisches und kurzes Gras erhalten.
Die Weiden danken es mit Artenreichtum und vielen Regenwürmern.

Danke für die tollen Berichte :-)
Das wäre doch wieder ein tolles Thema für ein Buch, oder?

Beste Grüße aus der „alten“ Heimat.

Gruß
Katrin


Tanja Romanazzi:

Vielen Dank für den interessanten Erfahrungsbericht! Ein Buch ist in Arbeit zu den ökologischen Themen ….


Katrin Bockstette:

Super! Ich bin sehr gespannt auf das neue Buch :-)

Ergänzend möchte ich noch zu unserem Weidemanagement sagen, dass wir Weidereste, also altes Gras, dass die Pferde nicht gefressen haben oder gar umgetreten haben, nicht ausschneiden oder mulchen, sondern einfach stehen lassen und es der Natur überlassen. Ebenfalls „kämmen“ wir das Gras nicht aus.  

Wir benötigen keine Nachsaat, da es keine kaputten Trittstellen gibt, bzw. das Gras die Chance hat sich selbst auszusäen. Die jeweils neue Weide wird erst geöffnet, wenn das Gras ausgeblüht und alt und abständig ist. Schon in unseren Pferdeäppeln finden wir oft nach 1-2 Tagen mehrere Regenwürmer. Der Bericht hat uns jedoch dazu animiert, noch einmal darüber nachzudenken, ob wir die Weiden noch etwas verkleinern, um ein noch gleichmäßigeres abweiden zu erreichen. Dies wird ein Versuch sein, den wir im nächsten Jahr starten werden. Wir würden dann die 3 größeren Weiden jeweils halbieren. Ich bin gespannt, wie sich dies auswirken wird.


Marina Lange:
Hallo Tanja,
vielen dank für diesen informativen Artikel.
Ich habe seit vielen Jahren Pferde in Eigenregie. Aber ich habe es NIE geschafft, dass die Pferde auf den Weideflächen die Weide gleichmäßig abgefressen haben. Es gab immer Stellen, die waren noch hochgewachsen und andere waren schon kahl. Was sind deine Vorschläge, wie man da am Besten vorgeht? Es wurde regelmäßig geäppelt und nachgesäht etc. Und trotzdem wurde das leckerste Gras als erstes Abgefressen.
Ich freue mich über deine Antwort, denn ich vermute, dass es nicht nur mir so geht mit diesen Beobachtungen…
Marina Lange


Tanja Romanazzi:

Hallo Martina,

nach meiner Beobachtung entstehen diese „Flickenteppiche“ durch Übernutzung. An den Stellen, an denen zu kurz gefressen wird, überlebt nur das sehr robuste (und zuckerreiche) Gras. Man müsste also an den beliebten Stellen die Narbe aufreißen, nachsäen und anschließend diese Stellen entsprechend schonen (wichtigste Punkt), so dass sich auch hier wieder andere Gräser etablieren können. Auf Geilstellen kann man zudem EM (effektive Mikroorganismen) sprühen.
LG Tanja


Christoph Becker:
Für Pferdehalter könnte aus ökologischer Sicht und mit Blick auf die Zukunft z.B. eine Kombination der Pferdehaltung mit Mutterkuhhaltung, Hühnerhaltung und Haselnussanbau interessant sein. Es könnten ja auch Betriebe der verschiedenen Zweige kooperieren.


Hühner: Hühner werden z.B. in der Rinderhaltung erfolgreich eingesetzt, weil sie dort den Mist in die Breite kratzen und Parasiten vertilgen. Unter anderem Joel Salatin (http://www.polyfacefarms.com/books-dvds/) propagiert macht das auf seiner Farm und propagiert es in seinen Büchern und DVDs.

Mutterkuhhaltung: Eine Zusammenarbeit/Kooperation mit einem Mutterkuhhalter würde die verfügbare Fläche vergrößern, die Tiere würden sich teilweise in der Nutzung der Weiden ergänzen, die Parasitenbelastung bzw. der Erkrankungsrisiko würde reduziert und es wäre sicher auch eine Entlastung der Arbeitskräfte. Speziell für die Pferdehalter mit kleiner Fläche und wenigen Pferden könnte man durch die Kooperation mit einem Mutterkuhhalter die Flächen beim Weidemanagement vergrößern. Der Teufel steckt auch hier vermutlich wieder im Detail, z.B. weil die Rinder mit einfacheren Elektrozäunen auskommen können, aber es könnte Sinn machen in diese Richtung nachzudenken.


Hasennüsse und andere Nussbäume. Hierzu möchte könnte die Beschäftigung mit Philip Rutter bzw. eine suche mit „badgersett farm“ hilfreich sein. Erwähnt in mindestens einem seiner Vorträge oder Interviews, dass Pferde ideal für Haselnussplantagen seien, weil sie anders als Kühe die Sträucher nicht abfressen. Haselnüsse werden (oder sollten zumindest vernünftiger Weise) mit Sicherheit in Zukunft auch in Deutschland nach dem ende des Öl- und Industriezeitalters eine große Rolle Spielen. Ein gutes Buch zum Thema Haselnüsse ist: „Growing Hybrid Hazelnuts: The New Resilient Crop for a Changing Climate“ von Philip Rutter und Susan Wiegrefe.
Interessant ist sicher auch die Arbeit von Mark Shepard und sein buch Restoration Agriculture. Siehe dazu z.B.
https://www.freizahn.de/2015/03/restaurierende-landwirtschaft/

Tanja Romanazzi
Vielen Dank für die interessanten Anregungen!

​​​​​Bessere Weidequalität durch intensive aber kurze Beweidung

Veterinäramt Hannover fördert Offenstallhaltung

​Veröffentlicht am ​​​​12.​​8.201​7

Vor einiger Zeit bin ich bei Youtube über ein Video von Allan Savory gestolpert „How to green the world’s deserts and reverse climate change“ (sehr sehenswert). Darin beschreibt und zeigt er, wie eine richtige Beweidung die fortschreitende Wüstenbildung verhindern kann.


In der ursprünglichen Natur zogen große Herden von Weidetieren über das Land. Sie blieben wegen der Raubtiere meistens dicht zusammen. So wurden die Grasflächen für eine sehr kurze Zeit intensiv beweidet. Die Tiere fraßen Gras und zertrampelten auch eine größere Menge. Zudem ließen sie Kot und Urin da und zogen dann weiter.

Was bedeutet es für das Grünland?

Das Gras wird abgefressen und veraltet daher nicht. Da es nur einmalig abgefressen wird und danach eine längere Ruhephase hat, kann es über die gespeicherten Reserven in den Wurzeln zügig wieder austreiben. Zudem wird die Erde mit dem zertrampelten Gras, Kot und Urin bedeckt und gedüngt.


Im Folgenden sieht man zwei Ausschnitte aus dem Video von Allan Savory, die diesen Effekt zeigen. Im Bild 1 eine Fläche nach dem Durchziehen einer Viehherde und im zweiten Bild dann den nächsten frischen Aufwuchs.

Wüste begrünen
Wüste begrünen

In dem oben genannten Video zeigt Allan Savory sehr beeindruckende Beispiele, wie vollkommen trockene und verwüstete Landschaften nur durch eine geplante ganzheitliche Beweidung wieder vollständig begrünt wurden. Hier ein Beispiel aus dem Video:

Wüste begrünen
Wüste begrünen

Aber was hat dieser Ansatz denn überhaupt mit der Pferdehaltung in Deutschland zu tun? Schließlich ist die Gefahr der Wüstenbildung hier ziemlich gering. Durch unsere hohen Niederschlagsmengen bleiben eigentlich alle Flächen grün.

Was bedeutet es für unsere Weidehaltung?

Es reicht leider nicht, dass die Weiden irgendwie grün bleiben. Sowohl für die Pferde als auch für die restliche Natur wünschen wir uns eine gute Weidequalität. Dazu gehört eine möglichst große Gräservielfalt und der Besatz mit Kräutern und Blühpflanzen Und wir wünschen uns Flächen mit einem gesunden Boden, der Wasser aufnehmen und speichern kann.

Aktuelle Zustände

​In der Regel sieht es jedoch leider ganz anders aus. Die Weiden werden viel zu lange genutzt. Dieses führt dazu, dass die beliebten Gräser immer wieder tief verbissen werden und kaum Wachstum erkennbar ist. Die Grasnarbe wird durch Trittschäden auf dem kurzen Gras geschädigt und unerwünschte Pflanzen breiten sich aus. Zudem findet der Weißklee ideale Bedingungen (keine Beschattung durch lange Gräser, viel Licht, wenig Konkurrenz) und nimmt überhand. Da die Wurzeln unter der Erde sich gemäß des Bewuchses bilden, ist die Wurzelmasse gering. Zusammen mit der ständigen Belastung durch Pferdehufe verdichtet sich der Boden immer mehr und kann daher schlechter Wasser aufnehmen und speichern.

Wichtige Zusammenhänge

Folgende Zusammenhänge sind aus meiner Sicht auch für unsere Pferdehaltung wichtig:

Voisin

Gräser haben bestimmte Wachstumskurven. Wenn sie gemäht oder abgefressen werden, wachsen sie die ersten 10 Tage langsam, dann beschleunigt sich das Wachstum deutlich, die Gräser nutzen die Sonnenenergie optimal aus und können auch Reserven in den Wurzeln aufbauen. Dann verholzen die Gräser zunehmend und das Wachstum verlangsamt sich wieder deutlich. (Diagramm aus dem Buch Grass Productivity von André Voisin)

Wird ein Grashalm abgefressen, so kann er aus seinen Reserven relativ schnell wieder nachwachsen. Wird er dann jedoch sofort wieder abgefressen, konnte er noch keine neuen Reserven aufbauen und wird relativ lange benötigen, bis er wieder zu optimalem Wachstum kommt. Es wäre also wichtig, das erneute Abfressen zu verhindern (und somit vorher bereits die Weide zu wechseln). Nach den Arbeiten von Voisin sollte für ein optimales Ergebnis das Gras nicht tiefer als bis zu 15 cm abgefressen werden.

  • Überweidung entsteht nicht durch zuviele Pferde pro Fläche, sondern durch zu lange Weidezeiten auf einer Fläche.
  • ​Intensive aber nur kurze Beweidung führt zu einem schnelleren Aufwuchs und insgesamt mehr Blattmasse.
  • Intensive aber kurze Beweidung führt zudem zu einem gesünderen Boden (höherer Humusgehalt, bessere Wasser-Aufnahmefähigkeit) und damit auch zu einer größeren Pflanzenvielfalt.

Die Theorie hört sich gut an, aber wie kann man so etwas praktisch umsetzen? Die meisten Pferdehalter haben zu wenig Fläche. Und zudem möchte man natürlich auch den Pferden ausreichend Platz zum Rennen und Spielen zur Verfügung stellen. Mini-Weidepazellen, auf denen dann eine dicht gedrängte Pferdeherde steht, hören sich nicht artgerecht an. Wie kann man also einen guten Kompromiss finden?

Wie kann das praktisch aussehen?

Wenn die Pferde in einem Offenstall leben, der mit langen Laufwegen gestaltet ist (Paddock Trail), so haben sie auch ohne Weideflächen viel Bewegungsmöglichkeiten. Man kann daher auch die Weide nur in sehr kleinen Abschnitten freigeben und dazu zeitweise in den Trail integrieren.

Weidemanagement Offenstall

Man hat dazu an den Längsseiten sehr viele Tore (z.B. einfache Seiltore, in der Zeichnung orange gekennzeichnet) und zwei flexible Zäune, um jeweils einen Streifen abzutrennen. Dieser Streifen kann von den Pferden eine begrenzte Zeit genutzt werden (abhängig von der Anzahl der Pferde und der Größe des Streifens) bis die Gräser auf 10-15 cm abgefressen sind. Danach wird der Zaun umgesteckt und die nächsten Tore geöffnet. Wichtig sind die Tore auf beiden Seiten, damit keine enge Sackgasse entsteht.

(Diese Idee stammt von Marja van Run. Ihren wunderschönen Paddock Trail für ihre Isländer kann man in diesem Video auf Youtube ansehen).


Um den Pferden trotzdem auch ein Toben auf einer größeren Weide zu ermöglichen, ist es aus meiner Sicht schön, wenn man nur einen Teil seiner Weidefläche auf diese sehr schonende Art einsetzt und andere Flächen für die Pferde etwas intensiver nutzen kann. Im folgenden Bild sehen sie ein Beispiel von einer Paddock Trail Anlage, bei der beides berücksichtigt wird.

Weidemanagement Offenstall

Oft wird die Frage gestellt, wie lange denn die einzelnen Flächen sich wieder erholen müssen, bevor sie erneut beweidet werden können. Diese Frage kann man nicht mit einer Zeitangabe beantworten, da die Wachstumsgeschwindigkeit vom Gras sehr stark abhängt von der Jahreszeit (im Frühjahr doppelt so schnell wie im Spätsommer) und vom Wetter und der Art der Düngung. Die Weiden können wieder genutzt werden, wenn das Gras ausreichend nachgewachsen ist.


(Wer sich mit diesem Thema und auch mit dem Einfluss auf den Klimawandel durch eine ganzheitliche Beweidung intensiver beschäftigen möchte, dem empfehle ich den Artikel von Christoph Becker.  Hier wird das Thema sehr ausführlich vorgestellt und auch auf viele Literaturquellen verwiesen und natürlich das Buch Grass Productivity von André Voisin).

Zu diesem Artikel gab es mehrere interessante Kommentare von Lesern:


Verena Eiwen:

Freut mich sehr das sich auch andere Stallbesitzer mit Allan Savory beschäftigen. Ich hab vor kurzem auch sein Buch bekommen. Die Idee mit der Koppelgstaltung finde ich sehr gut, ich überlege schon seit geraumer Zeit wie man das mit Pferden umsetzen kann ohne eine erhöhte Verletzungsgefahr zu provozieren. Das scheint mir ein gangbarer Weg zu sein.


Tanja Romanazzi :

Danke für den netten Kommentar.


Christoph Becker:

Schön, dass auch in Sachen Pferdehaltung in Deutschland über rationales Weidemanagement nachdenkt. Es tut schon weh zu sehen, wie viele Pferdehalter hier in meiner Gegend (Eifel) ihre Weiden nutzen.
Zum Thema Weidemanagment ebenfalls interessant könnte u.a. auch https://www.freizahn.de/2016/09/was-wuerde-der-alte-deutsche-weidepapst-sagen/ . Prof. Ernst Klapp (der alte deutsche Weidpapst), aus dessen Buch „Wiesen und Weiden“ ich dort einige Versuchsergebnisse wiedergegeben habe, war gut mit André Voisin bekannt und Voisin hat in seinem Buch sogar einiges über das von Prof. Klapp geführte Versuchsgut Rengen geschrieben.


Interessant ist ferner vielleicht https://www.freizahn.de/2017/06/abschlussvortrag-der-grass-feed-exchange-2016/ , wo hauptsächlich ein wissenschaftlich begleiteter Versuch auf einem 400 ha großen Betrieb gezeigt wird. Wenn man mit Pferden ähnliche Ergebnisse erzielen könnte, könnte man damit vielleicht einige Punkte bei Naturschützern, Imkern und Jägern sammeln.


Und dann https://www.freizahn.de/2017/05/bodenerosion-durch-starkregen-in-weinbergen/ wo auch ein kurz davor geschriebener Artikel über Starkregen verlinkt ist. Ich erwähne das hier, es vielleicht interessant sein könnte auch Pferdehaltung als Schutzmaßnahme gegen Starkregenereignisse zu „verkaufen“.


Schließlich, ist da noch das Thema Heufütterung. Die Wildpferde in Europa und in Nordamerika hat, genauso wie die Bisons und Wisents, niemand mit Heu gefüttert. Von daher könnte auch für Pferdehalter das Buch „Kick the Hay Habit“ vom Jim Gerrish von Interesse sein. Auf Youtube findet man zu dem Thema einiges wenn man mit „stockpile grazing“ oder mit „jim gerrish hay“ sucht. Ich kann mir vorstellen, dass man die Kosten der Pferdehaltung deutlich senken kann, wenn sich mit dieser zusätzlichen möglichkeit des Weidemanagments befasst.


Was mir dazu gerade auch noch einfällt, ist, dass man vielleicht auch mit per Direktsaat in die Wiesen eingesätem Getreide als Kraftfutter experimentieren könnte. Der Australier Collin Seis ( http://www.pasturecropping.com/) hat eine Pasture Cropping genannte Methode entwickelt, bei der auf Weiden auch Getreide angebaut wird.Das wurde zwar für australische Verhältnisse entwickelt, aber vielleicht kann man daraus eine für die Pferdehaltung in Deutschland interessante Methode ableiten.

Last but not least, möchte ich, weil das Publikum hier Pferdehalter sind, auf https://www.freizahn.de/2017/05/energietrend-in-deutschland-seit-1990/ und die darin verlinkten anderen Artikel zur Energieproblemantik hinweisen.


Ich halte es für sehr wahrscheinlich bis kaum vermeidbar, dass Pferde in nicht zu ferner Zukunft wieder als Zugmaschine und Fortbewegungsmittel die Rolle spielen werden, die sie vor 200 Jahren hatten.
Es gibt dazu mit der „World Made by Hand“ Reihe von James H. Kunstler auch einige interessante Romane, die allerdings hauptsächlich im nördlichen US-Bundesstaat New York spielen. Die Industriegesellschaft ist kollabiert. Strom und Benzin gibt es so gut wie nicht mehr und Pferde sind als Zugmaschine in der Landwirtschaft und für den Landtransport von Personen und Sachen das wichtigste Mittel. Kunstlers Prognose für Europa:
https://www.freizahn.de/2017/04/die-grosse-schrumpfung-interview-mit-j-h-kunstler/


Tanja Romanazzi :

Danke für den netten Kommentar.

Vielen Dank für den interessanten und ausführlichen Kommentar und auch für die weiteren Literaturquellen. Das werde ich mir auf jeden Fall in Ruhe ansehen. Viele Grüße


Katrin Bockstette:

Hallo liebe Tanja,

Interessant, dass Du gerade jetzt über dieses Thema schreibst. Wir haben uns in diesem Jahr auch damit beschäftigt und erstmalig die Weiden deutlich kürzer genutzt als sonst.
Wir haben 2,5 ha Fläche für 3 Pferde zur Verfügung.
Aufgeteilt in 3 große Weiden und 2 kleinere, sowie Trail und Paddockbereich.
Normalerweise haben wir das Gras recht kurz fressen lassen, da wir den anderen Weiden ausreichend Zeit zum erholen geben wollten.
Folge war jedoch, dass das Gras arg gelitten hat und es lange gedauert hat, bis es wieder wirklich gut nachgewachsen war und es „abständig“ genug war, um die Pferde darauf weiden zu lassen.

Dieses Jahr haben wir das Gras bis maximal 10-15 cm abweiden lassen und dann die Weide gewechselt.
Und siehe da: Das Gras erholt sich viel schneller und wächst besser nach und ist auch entsprechend schneller wieder abständig genug, damit die Pferde es beweiden können.

In Reiterkreisen werde ich gerne ausgelacht, weil oft geglaubt wird, dass das Gras doch irgendwann umfällt und gammelt.
Tatsächlich habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass dies nicht der Fall ist, wenn genügend Untergräser und Kräuter vorhanden sind. Selbst lange und starke REgenfälle führen nicht dazu, dass das lange und abständige Gras umfällt.
Die Pferde danken es mit guter Gesundheit, dass sie nur wenig frisches und kurzes Gras erhalten.
Die Weiden danken es mit Artenreichtum und vielen Regenwürmern.

Danke für die tollen Berichte :-)
Das wäre doch wieder ein tolles Thema für ein Buch, oder?

Beste Grüße aus der „alten“ Heimat.

Gruß
Katrin


Tanja Romanazzi:

Vielen Dank für den interessanten Erfahrungsbericht! Ein Buch ist in Arbeit zu den ökologischen Themen ….


Katrin Bockstette:

Super! Ich bin sehr gespannt auf das neue Buch :-)

Ergänzend möchte ich noch zu unserem Weidemanagement sagen, dass wir Weidereste, also altes Gras, dass die Pferde nicht gefressen haben oder gar umgetreten haben, nicht ausschneiden oder mulchen, sondern einfach stehen lassen und es der Natur überlassen. Ebenfalls „kämmen“ wir das Gras nicht aus.  

Wir benötigen keine Nachsaat, da es keine kaputten Trittstellen gibt, bzw. das Gras die Chance hat sich selbst auszusäen. Die jeweils neue Weide wird erst geöffnet, wenn das Gras ausgeblüht und alt und abständig ist. Schon in unseren Pferdeäppeln finden wir oft nach 1-2 Tagen mehrere Regenwürmer. Der Bericht hat uns jedoch dazu animiert, noch einmal darüber nachzudenken, ob wir die Weiden noch etwas verkleinern, um ein noch gleichmäßigeres abweiden zu erreichen. Dies wird ein Versuch sein, den wir im nächsten Jahr starten werden. Wir würden dann die 3 größeren Weiden jeweils halbieren. Ich bin gespannt, wie sich dies auswirken wird.


Marina Lange:
Hallo Tanja,
vielen dank für diesen informativen Artikel.
Ich habe seit vielen Jahren Pferde in Eigenregie. Aber ich habe es NIE geschafft, dass die Pferde auf den Weideflächen die Weide gleichmäßig abgefressen haben. Es gab immer Stellen, die waren noch hochgewachsen und andere waren schon kahl. Was sind deine Vorschläge, wie man da am Besten vorgeht? Es wurde regelmäßig geäppelt und nachgesäht etc. Und trotzdem wurde das leckerste Gras als erstes Abgefressen.
Ich freue mich über deine Antwort, denn ich vermute, dass es nicht nur mir so geht mit diesen Beobachtungen…
Marina Lange


Tanja Romanazzi:

Hallo Martina,

nach meiner Beobachtung entstehen diese „Flickenteppiche“ durch Übernutzung. An den Stellen, an denen zu kurz gefressen wird, überlebt nur das sehr robuste (und zuckerreiche) Gras. Man müsste also an den beliebten Stellen die Narbe aufreißen, nachsäen und anschließend diese Stellen entsprechend schonen (wichtigste Punkt), so dass sich auch hier wieder andere Gräser etablieren können. Auf Geilstellen kann man zudem EM (effektive Mikroorganismen) sprühen.
LG Tanja


Christoph Becker:
Für Pferdehalter könnte aus ökologischer Sicht und mit Blick auf die Zukunft z.B. eine Kombination der Pferdehaltung mit Mutterkuhhaltung, Hühnerhaltung und Haselnussanbau interessant sein. Es könnten ja auch Betriebe der verschiedenen Zweige kooperieren.


Hühner: Hühner werden z.B. in der Rinderhaltung erfolgreich eingesetzt, weil sie dort den Mist in die Breite kratzen und Parasiten vertilgen. Unter anderem Joel Salatin (http://www.polyfacefarms.com/books-dvds/) propagiert macht das auf seiner Farm und propagiert es in seinen Büchern und DVDs.

Mutterkuhhaltung: Eine Zusammenarbeit/Kooperation mit einem Mutterkuhhalter würde die verfügbare Fläche vergrößern, die Tiere würden sich teilweise in der Nutzung der Weiden ergänzen, die Parasitenbelastung bzw. der Erkrankungsrisiko würde reduziert und es wäre sicher auch eine Entlastung der Arbeitskräfte. Speziell für die Pferdehalter mit kleiner Fläche und wenigen Pferden könnte man durch die Kooperation mit einem Mutterkuhhalter die Flächen beim Weidemanagement vergrößern. Der Teufel steckt auch hier vermutlich wieder im Detail, z.B. weil die Rinder mit einfacheren Elektrozäunen auskommen können, aber es könnte Sinn machen in diese Richtung nachzudenken.


Hasennüsse und andere Nussbäume. Hierzu möchte könnte die Beschäftigung mit Philip Rutter bzw. eine suche mit „badgersett farm“ hilfreich sein. Erwähnt in mindestens einem seiner Vorträge oder Interviews, dass Pferde ideal für Haselnussplantagen seien, weil sie anders als Kühe die Sträucher nicht abfressen. Haselnüsse werden (oder sollten zumindest vernünftiger Weise) mit Sicherheit in Zukunft auch in Deutschland nach dem ende des Öl- und Industriezeitalters eine große Rolle Spielen. Ein gutes Buch zum Thema Haselnüsse ist: „Growing Hybrid Hazelnuts: The New Resilient Crop for a Changing Climate“ von Philip Rutter und Susan Wiegrefe.
Interessant ist sicher auch die Arbeit von Mark Shepard und sein buch Restoration Agriculture. Siehe dazu z.B.
https://www.freizahn.de/2015/03/restaurierende-landwirtschaft/


Tanja Romanazzi
Vielen Dank für die interessanten Anregungen!

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