Offenstallwissen

Offenstallwissen

​Hufprobleme im Offenstall

Veterinäramt Hannover fördert Offenstallhaltung

​Veröffentlicht am ​​​2​​9.​​​11.201​​​​​2

Immer wieder gibt es Pferde, die nach einigen Wochen oder Monaten im Offenstall Hufprobleme entwickeln. Der Huf ist zu stark abgelaufen oder auch ausgebrochen, die Pferde laufen fühlig. Oft ist dann der Boden „Schuld daran“: zuviel oder zu wenig Sand, zu hart, zu viel Schotter, zu viel Steine. „Vorher hatte mein Pferd keine Probleme. Es muss an dem Offenstall liegen“.


Ich sehe dieses Problem folgendermaßen:


Es gibt in allen Haltungsformen (Boxen, Minilaufställe, Aktivställe, Paddock Trails) einzelne Pferde, bei denen das Hufwachstum offensichtlich nicht optimal ist. Aus meiner Sicht ist nicht der Boden das Problem (von extremen Ausnahmen natürlich abgesehen).


Die Haltung im (guten) Offenstall führt natürlich dazu, dass die Pferde viel mehr laufen müssen als vorher. Bei normal gesunden Pferden passen sich die Hufe an diese neue Belastung an. Wir haben viele Pferde, bei denen sich die Hufe vor allem in unseren Paddock Trails bereits nach einigen Wochen stark verbessert haben. Bei Pferden, die jedoch ein zu geringes Hufwachstum haben bzw. diese Anpassung nicht leisten können, bei denen wird das Problem nun deutlicher.


Aus meiner Sicht liegt die Ursache bei gestörtem Hufwachstum an einem „versteckten“ Mineral- und Vitaminmangel, auch wenn man nach den tollen Futterberechnungen genau die passende Menge „hinein schüttet“. Dieses kann wiederum verschiedene Ursachen haben:


1. Die Pferde können künstliche Mineralstoffe nur zu einem geringen Prozentsatz aufnehmen und verwerten (Untersuchungen sprechen von 5%-10%)


2. Es wird oft unpassend zugefüttert. Mineralstoffe in schlechten Mengenverhältnisse können genau so viel schaden, wie nützen. Der Zuckergehalt vieler Zusatzfuttermittel ist erschreckend hoch.


3. Es gibt eine Vielzahl von Magen- und Darmstörungen, die eine Aufnahme erschweren. Das geht los mit stressbedingten Magenproblemen. Wenn das Futter im Magen nicht optimal vorverdaut wird und der ph-Wert der Nahrungsmasse nicht stimmt, läuft auch die weitere Verdauung im Darm nicht optimal. Die Darmflora ist bei vielen Pferden durch Stress und Antibiotika-Behandlungen gestört. Auch hier gibt es Einschränkungen in der Funktionalität und vor allem dann auch in der Vitaminsynthese. Gesunde Pferde stellen B-Vitamine im Darm selber her (auch Biotin, welches beim Hufwachstum eine wichtige Rolle spielt). Bei einem schlecht funktionierenden Darm kann man einen Mangel an B-Vitaminen nicht von außen ausgleichen. Es bleibt ein Mangel.


Der Magen-Darmbereich kann auch energetisch gestört sein. Beim Pferd gibt es im Bauchraum drei Energiezentren, welche die verschiedenen Verdauungsabschnitte mit Energie versorgen. Hier kann es zu Blockaden und Ungleichgewichten kommen. Auch das hat eine deutliche Auswirkung auf die Verdauungsleistung.


Also meine Empfehlung bei Problemen mit dem Hufwachstum wäre immer eine Ursachensuche im Magen-Darmbereich + eine optimale Fütterung nur mit natürlichen Mineralstoffen und Vitaminen. Hier kann man Algen nutzen (viele Pferde fressen sie jedoch nicht gerne, weshalb sie im Handel meist ordentlich mit Zucker und anderen Zusatzstoffen versetzt werden) oder Kräuter (die Variante ist mir persönlich lieber, da es ein wirklich natürliches Pferdefutter ist).


Wenn man das nicht möchte oder man aber erst einmal Zeit gewinnen muss (weil der Huf jetzt nun einmal zu kurz, zu geschädigt ist), bleibt nur die Symptombegrenzung mit verschiedenen Beschlagsvarianten oder einer Ruhigstellung des Pferdes.

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Immer wieder gibt es Pferde, die nach einigen Wochen oder Monaten im Offenstall Hufprobleme entwickeln. Der Huf ist zu stark abgelaufen oder auch ausgebrochen, die Pferde laufen fühlig. Oft ist dann der Boden „Schuld daran“: zuviel oder zu wenig Sand, zu hart, zu viel Schotter, zu viel Steine. „Vorher hatte mein Pferd keine Probleme. Es muss an dem Offenstall liegen“.


Ich sehe dieses Problem folgendermaßen:


Es gibt in allen Haltungsformen (Boxen, Minilaufställe, Aktivställe, Paddock Trails) einzelne Pferde, bei denen das Hufwachstum offensichtlich nicht optimal ist. Aus meiner Sicht ist nicht der Boden das Problem (von extremen Ausnahmen natürlich abgesehen).


Die Haltung im (guten) Offenstall führt natürlich dazu, dass die Pferde viel mehr laufen müssen als vorher. Bei normal gesunden Pferden passen sich die Hufe an diese neue Belastung an. Wir haben viele Pferde, bei denen sich die Hufe vor allem in unseren Paddock Trails bereits nach einigen Wochen stark verbessert haben. Bei Pferden, die jedoch ein zu geringes Hufwachstum haben bzw. diese Anpassung nicht leisten können, bei denen wird das Problem nun deutlicher.


Aus meiner Sicht liegt die Ursache bei gestörtem Hufwachstum an einem „versteckten“ Mineral- und Vitaminmangel, auch wenn man nach den tollen Futterberechnungen genau die passende Menge „hinein schüttet“. Dieses kann wiederum verschiedene Ursachen haben:


1. Die Pferde können künstliche Mineralstoffe nur zu einem geringen Prozentsatz aufnehmen und verwerten (Untersuchungen sprechen von 5%-10%)


2. Es wird oft unpassend zugefüttert. Mineralstoffe in schlechten Mengenverhältnisse können genau so viel schaden, wie nützen. Der Zuckergehalt vieler Zusatzfuttermittel ist erschreckend hoch.


3. Es gibt eine Vielzahl von Magen- und Darmstörungen, die eine Aufnahme erschweren. Das geht los mit stressbedingten Magenproblemen. Wenn das Futter im Magen nicht optimal vorverdaut wird und der ph-Wert der Nahrungsmasse nicht stimmt, läuft auch die weitere Verdauung im Darm nicht optimal. Die Darmflora ist bei vielen Pferden durch Stress und Antibiotika-Behandlungen gestört. Auch hier gibt es Einschränkungen in der Funktionalität und vor allem dann auch in der Vitaminsynthese. Gesunde Pferde stellen B-Vitamine im Darm selber her (auch Biotin, welches beim Hufwachstum eine wichtige Rolle spielt). Bei einem schlecht funktionierenden Darm kann man einen Mangel an B-Vitaminen nicht von außen ausgleichen. Es bleibt ein Mangel.


Der Magen-Darmbereich kann auch energetisch gestört sein. Beim Pferd gibt es im Bauchraum drei Energiezentren, welche die verschiedenen Verdauungsabschnitte mit Energie versorgen. Hier kann es zu Blockaden und Ungleichgewichten kommen. Auch das hat eine deutliche Auswirkung auf die Verdauungsleistung.


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Dr. Tanja Romanazzi

Wallrodaer Str. 13

01900 Großröhrsdorf

​T. 035952 28098

F. 035952 28096

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